Die Schweizer Niederlassung des weltweit tätigen Professional Services-Unternehmens Ernst & Young wird im kommenden Jahr erstmals Bitcoin-Zahlungen akzeptieren.

Ab Januar wird EY Switzerland Bitcoin für Rechnungszahlungen akzeptieren, teilte das Unternehmen letzte Woche mit. Das Unternehmen wird außerdem einen neuen Bitcoin-Geldautomaten in seinem Büro in Zürich einführen sowie eine spezielle Brieftaschen-Option für EY-Mitarbeiter.

Der Start ist vielleicht eine Erweiterung des laufenden kulturellen Experiments mit der digitalen Währung in der Schweiz.

Ende letzten Monats machte der Schweizerische Eisenbahndienst SBB internationale Schlagzeilen, nachdem er angekündigt hatte, Bitcoin über sein landesweites Netz von Ticketkiosks zu verkaufen. Die SBB plant, die Kaufoption über einen Zeitraum von zwei Jahren zu testen. Die Stadt Zug hat im Mai mit der Annahme von Bitcoin-Zahlungen für öffentliche Dienstleistungen begonnen, und in der Hauptstadt haben die Gesetzgeber begonnen, sich mit der Frage der Regulierung zu befassen.

Laut EY passt der Launch genau in diesen experimentellen Kontext. Marcel Stalder, CEO von EY Switzerland, sagte, dass das Unternehmen möchte, dass seine Mitarbeiter ein fundiertes Wissen über digitale Währungen und Blockchain haben. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, bestehe darin, Wege zu einer praktischen Ausbildung zu schaffen.

sagte Stalder in einer Stellungnahme:

"Wir wollen nicht nur über Digitalisierung reden, sondern diesen Prozess gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und unseren Kunden aktiv vorantreiben. Es ist uns wichtig, dass alle mitmachen und sich vorbereiten für die Revolution, die in der Geschäftswelt durch Blockchains, Smart Contracts und digitale Währungen stattfinden wird. "

EY ist nur eine der sogenannten Big Four Accounting Firms, die heute aktiv im Blockchain-Bereich tätig sind. Vor kurzem fand ein Wettbewerb statt, der die Firma dazu brachte, drei Startups, die mit der Technologie arbeiten, in den Mittelpunkt zu stellen.

Anfang dieses Jahres unterstützte EY die australische Regierung bei der Versteigerung von Bitcoin, die während einer Untersuchung eines Benutzers der Seidenstraße konfisziert wurde, rund 16 Millionen Dollar.

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