Die Bitcoin Suisse AG, ein in der Schweiz ansässiger Digital Finance Broker und Bitcoin-Geldautomatenbetreiber, hat die geplante Lancierung ihres jüngsten Zürcher Unternehmens auf Antrag der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht ( FINMA).

In einem Reddit Post, der sich mit der Aktion befasste, erklärte die Bitcoin Suisse AG, dass sie angesichts der Bitte der Regierung auch alle anderen geplanten Bitcoin-ATM-Starts eingestellt und die Dienste für ihre bestehenden Geldautomaten eingestellt hat.

Ein Vertreter der Bitcoin Suisse AG erklärte:

"Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat Bitcoin Suisse AG gebeten, den Start des Bitcoin-Geldautomaten bis zur Klärung offener Rechtsfragen auszusetzen."

Bitcoin Suisse AG sagte gegenüber CoinDesk, dass sie sich weiterhin an die notwendigen nationalen Regulierungsbehörden gewandt habe, dass sie jedoch keine weiteren Kommentare zu den Maßnahmen der FINMA abgegeben habe.

Das Unternehmen ist jedoch nach wie vor optimistisch, ATM-Dienste für das lokale Bitcoin-Ökosystem bereitstellen zu können, da es davon ausgeht, dass seine Einheiten noch vor Ende Juni online sein werden.

Bemerkenswert ist, dass der von der Bitcoin Suisse AG für den Bitcoin Boulevard in den Niederlanden installierte ATM Lamassu nicht betroffen ist, da das Unternehmen nach eigenen Angaben das Eigentum an dem Gerät verkauft hat.

Überlegene Signifikanz

Obwohl die Verantwortlichen der Bitcoin Association Switzerland, Luzius Meisser, die Situation der FINMA im globalen Bitcoin-Ökosystem möglicherweise beunruhigen, sind sie nicht so reaktionär wie viele befürchten und vermuten, dass die Behörde einfach ihren gewohnten Weg geht mit neuen Diensten und Technologien konfrontiert:

"Einige Nachrichtenseiten berichteten, dass die FINMA eine Banklizenz für einen Geldautomaten verlangt, aber ich halte das für unbegründete Spekulationen und es würde mich überraschen, wenn es wahr wäre."

Meisser fuhr fort zu zeigen, dass dies nur das jüngste Beispiel dafür ist, dass die FINMA bei Bitcoin "besonders vorsichtig ist", während sie mehr über die Technologie erfährt.

Er fügte jedoch hinzu, dass er glaubt, dass Bitcoin-Geldautomaten nach geltendem Recht zu nichtkommerziellen Zwecken betrieben werden können, vorausgesetzt, sie verdienen jährlich weniger als eine bestimmte Gebührensumme und erlauben keinen Austausch von Bitcoins zwischen Nutzern. Kommerzielle Anbieter sollten in der Lage sein zu operieren, vorausgesetzt, sie schließen sich Selbstregulierungsorganisationen an.

Mögliche Lösung

Die Nachricht, dass die Bitcoin Suisse AG gezwungen wäre, ihre Dienstleistungen einzustellen, kommt zu einer Zeit, in der Bitcoin im globalen Banken- und Finanzzentrum zunehmend auf dem Prüfstand steht.

Anfang Mai wurde in einem Regierungsbericht festgestellt, dass es für in der Schweiz ansässige Bitcoin-Unternehmen illegal wäre, Arbeitnehmer in der digitalen Währung zu bezahlen. Es hat jedoch darauf hingewiesen, dass Boni und andere Formen der Bitcoin-Kompensation nicht gegen geltende Vorschriften verstoßen würden.

Das Schweizer Parlament erwägt jedoch, Bitcoin als Fremdwährung zu behandeln, was von lokalen Bitcoin-Enthusiasten und Aktivistengruppen als progressiv bezeichnet wird.

Meisser sagte, dass dieser Vorschlag seitdem nach einer Vorabstimmung an einen Bundesrat geschickt wurde und er optimistisch ist, dass die Ergebnisse die Bitcoin-ATM-Dienste im Land wieder öffnen könnten:

"Sollte der Bundesrat wie vorgeschlagen antworten Das würde sofort viele rechtliche Fragen klären und die Schweiz in die Pole Position bringen, um ein internationales Zentrum für Kryptowährungen zu werden. "

Bilder via Bitcoin Suisse AG