Der Medikamentenverkauf auf dem dunklen Web ist nach der Schließung des Bitcoin-Only-Marktes Silk Road tatsächlich gestiegen, wie eine neue Studie gezeigt hat.

Der Global Drug Survey wurde 2011 vom Suchtspezialisten Dr. Adam Winstock ins Leben gerufen und ist eine Initiative zur Schadensminimierung, die genaue Statistiken über den weltweiten Substanzkonsum liefern soll.

Bei der Analyse von über 100 000 Antworten aus 50 Ländern stieg die Zahl der Nutzer, die Medikamente von dunklen Marktplätzen beziehen, 2014 um 1,2%.

Das Vereinigte Königreich hat mit 15,1% die Nachfrage angeführt. der britischen Drogenkonsumenten, die aus dem dunklen Netz kaufen, ein Anstieg von fast 3% gegenüber dem Vorjahr.

Nutzen und Risiken

Die Nutzer gaben an, dass sie vor allem von Anonymität, reduzierter Gewalt, besserer Qualität und billigeren Medikamenten angezogen wurden, die Websites auf dem dunklen Netz anbieten.

Trotz der offenkundigen Vorteile des Drogenkaufs auf dem dunklen Internet haben die Befragten auch die Risiken des Onlinekaufs zur Kenntnis genommen. Die Daten zeigen, dass die Käufer hauptsächlich damit zu tun hatten, Geld zu verlieren und ihre Bestellungen nicht zu erhalten.

Dunkle Web-Marktplätze sind in der Vergangenheit dafür bekannt, dass sie mit den Geldern der Leute verschwinden. Im März verschwand die Entwicklung des Online-Drogenmarktes aufgrund von Behauptungen, dass ihre Administratoren mit Bitcoin im Wert von mehr als 12 Millionen Dollar abgeflogen seien.

Grafik über Global Drug Survey 2015

Die Veröffentlichung der Umfrage folgt, nachdem Ross Ulbricht, der verurteilte Gründer des Drogenbazars Silk Road, wegen Drogen- und Computerhacking zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Während der Verurteilung hat US-Bezirksrichterin Katherine Forrest die Vorstellung zurückgewiesen, dass der Marktplatz den Schaden verringert habe, und fügte hinzu, dass viele Drogengewalt "stromaufwärts" von Nutzern passiert.

"Mohnblumen für Heroin kommen aus Mexiko oder Afghanistan ... wenn die Seidenstraße den Markt erweitert, erweitert sie die Nachfrage", fügte sie hinzu.

Eine kleine Gruppe von Befragten (4%) im Global Drug Survey gab an, dass sie keine Drogen konsumierten, bevor sie über dunkle Webmärkte Zugang erhielten, während 30% sagten, dass sie ein breiteres Spektrum an Drogen konsumiert hätten Netz.

Im Gegensatz dazu gaben 45% der Befragten an, ihr Drogenkonsum sei unverändert geblieben - MDMA, LSD, Cannabis und Kokain seien immer noch die beliebtesten Substanzen.

Arzneimittelbild über Shutterstock.