Erneuerbare Energie kann sauber sein, aber sie ist nicht immer verfügbar, wenn sie benötigt wird. Daher hat ein großer Stromtransmitter ein Projekt gestartet, bei dem die Blockchain-Technologie zur Steuerung des Stromflusses verwendet wird.

Tennet kündigte letzte Woche an, dass es das erste europäische Blockchain-gesteuerte Energieschwierungsschema in einer Partnerschaft mit dem Batterielieferanten Sonnen unter Verwendung der Blockchain-Software von IBM durchführt.

Die beiden Partner haben im Mai Testpiloten angekündigt, wie All4bitcoin damals berichtete. Diese Arbeit ist jetzt in die Phase der praktischen Anwendung eingetreten.

Urban Keussen, der Vorstandsvorsitzende von Tennet, sagte, das Projekt habe dem Unternehmen ermöglicht, bei der Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung Europas eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Er sagte in einer Stellungnahme:

"Als Netzbetreiber gehen wir hier einen neuen Weg, um die dezentralen erneuerbaren Energiequellen besser zu integrieren und die Versorgung zu sichern. Gleichzeitig bieten wir den Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an der Entwicklung zu beteiligen Energiewende. "

Die Blockchain-Technologie erleichtert die sichere und effiziente Verwaltung des Datenflusses, da neue Stromquellen in das Netz integriert werden, so Tennet.

Sonnen liefert Batterien an Eigenheimbesitzer, die es ihnen ermöglichen, Strom zu speichern, der bei ihnen zu Hause erzeugt wird, wenn sie nicht da sind und sie benutzen. Diese Batterien sind in der SonnenCommunity vernetzt. Durch Verbinden dieses Netzwerks mit dem Übertragungssystem von Tennet kann der Stromverteiler gespeicherte Energie in der Nähe nach Bedarf abzapfen oder überschüssige Energie in die Batterien ableiten.

"Statt Kraftwerke im Süden Deutschlands zu zünden, beziehen wir nur den benötigten Strom aus unseren Speichern", sagte Sonnen-Geschäftsführer Philipp Schröder in einer Stellungnahme.

Ein Sprecher von Sonnen erklärte in einer E-Mail an All4bitcoin, dass es sich nicht einfach um Energiehandel handelt. Es macht Heimgeräte zu einem Teil der realen Infrastruktur des Netzes und nicht nur zu einem Endpunkt.

Gegenwärtig managen die europäischen Übertragungsnetzbetreiber die Engpässe im Netz mit teuren Techniken wie der Veränderung der Leistung auf der Kraftwerksebene, dem Vertragsabschluss mit Drittanlagen für zusätzlichen Strom und der Drosselung der Windkraftleistung. Solche Ansätze kosten laut Tennet 2016 bundesweit rund 800 Millionen Euro.

Tennet überträgt Strom an 41 Millionen Nutzer in den Niederlanden und in Deutschland.

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