Ein deutscher Zentralbankbeamter hat eine weitere Bitcoin-Warnung herausgegeben, in der er die frühere Position der Bank zu digitalen Währungen wiederholt.

Im vergangenen Dezember sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann gegenüber der WIRTSCHAFTSWOCHE, dass Bitcoins keine Alternative zu nationalen Währungen seien und dass Bitcoins nur in bestimmten Nischen als Währung eingesetzt würden.

Weidmann betonte, dass der Hauptgrund für die Nachfrage nach Bitcoin die Hoffnung auf große Auszahlungen sei, die sich für die meisten Anleger als schwer fassbar herausstellen könnten.

Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele sagte am Montag gegenüber dem Handelsblatt, Bitcoins seien hochspekulativ und volatil wie eh und je.

Er betonte, dass Regulierungsbehörden und Zentralbanker in ganz Europa über Bitcoin diskutieren und versuchen, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Bislang wurden jedoch keine konkreten Maßnahmen ergriffen, abgesehen von öffentlichen Warnungen.

Thiele behauptet, Bitcoins seien eine außergewöhnlich riskante Investition. "Aufgrund seines Designs und wegen der großen Volatilität ist Bitcoin hoch spekulativ. Wir sehen nicht, dass der Preis von Fundamentaldaten getrieben wird."

Er wies auch darauf hin, dass Bitcoin-Investoren absolut haben keine Garantie für den Fall, dass etwas schief geht:

"Es gibt keine Staatsgarantie für Bitcoin und Anleger könnten ihr gesamtes Geld verlieren. Die Bundesbank warnt ausdrücklich vor diesen Risiken."

Thiele fügte hinzu, dass Bitcoins keine Gefahr darstellen Aufgrund seiner geringen Menge und der Menge an Bitcoins, die im Umlauf sind, sagte er, dass pro Tag weltweit etwa 70.000 Bitcoin-Transaktionen stattfinden, eine Zahl, die durch die 59,8 Millionen regulären Zahlungen in Deutschland jeden Tag übertroffen wird.

Obwohl Bitcoin kein Risiko für die Finanzstabilität darstellt, kann dies nicht von Einzelinvestoren gesagt werden.

Thieles Ansichten stimmen mit früheren Aussagen von Bundesbankbeamten und Warnungen der Europäischen Bankaufsichtsbehörde überein y im Dezember. Es ist jedoch anzumerken, dass Deutschland und die meisten anderen europäischen Länder eine relativ liberale Einstellung gegenüber digitalen Währungen haben.

Die große Frage ist, ob sich das ändern wird, denn Thiele weist darauf hin, dass Regulierer und Zentralbanker anfangen, die Bitcoin-Proliferation und möglicherweise auch die Bitcoin-Regulierung zu diskutieren.