Das Clearing- und Abwicklungsunternehmen Euroclear hat seine erste Partnerschaft mit einem Blockchain-Industrieunternehmen bekannt gegeben.

Der in Belgien ansässige Euroclear gab heute bekannt, dass er mit dem Bitcoin-Exchange- und Blockchain-Service-Provider itBit zusammenarbeiten wird, um ein System zur Abwicklung von Goldgeschäften zu entwickeln. Das Projekt zielt darauf ab, das Risiko zu verringern und die Anlagenmobilität und -liquidität auf dem Londoner Goldmarkt zu erhöhen. Die beiden Unternehmen werden gemeinsam einen "Abwicklungsdienst der nächsten Generation" entwickeln, der bereits im nächsten Jahr aufgelegt werden könnte.

Im Rahmen der Transaktion wird Euroclear als reguliertes Unternehmen für das geplante Produkt fungieren, während itBit als Technologieanbieter fungieren wird.

Im Interview erklärte Angus Scott, die Produktstrategie und die Innovationsführerschaft von Euroclear, die Bemühungen als eine der ersten, die versuchen, reale Werte mithilfe von Blockchain-Technologie zu saldieren. Er sagte jedoch, dass das Projekt für Euroclear attraktiv sei, da es dem breiteren Ziel des Unternehmens, Effizienz zu verfolgen, entspricht.

Scott sagte zu CoinDesk:

"Es ist ein sehr echtes Produkt. Es ist eines, das wir unabhängig von Blockchain betrachten. Im Wesentlichen werden wir eine Menge Transaktions-Reibungsverluste aus dem Weg räumen und einen gemeinsamen Datensatz erstellen "Man testet, dass dies in der Regel effizienter ist."

Scott erörterte den größeren Schwerpunkt, den die britischen Aufsichtsbehörden auf die Verbesserung der Finanzinfrastruktur des Landes gelegt haben, was sich positiv auf die Entscheidung von Euroclear auswirkte zu dem Vorschlag.

Er wies weiterhin auf die Schritte hin, die das Unternehmen unternommen habe, um die Möglichkeiten zu erforschen und zu untersuchen, die Blockchain bringen könnte. Ein Prozess, sagte er, endete mit der Schlussfolgerung, dass die Technologie "potentiell grundlegend" für Euroclears Geschäft sein könnte.

Scott räumte ein, dass das Projekt ein ehrgeiziges Projekt sei, sagte aber, dass Euroclear es für richtig halte, weil er die Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens auf dem Kapitalmarkt nannte.

Scott schloss:

"Es ist nie einfach, die Marktinfrastruktur zu verändern. Man muss die Regulierung richtig machen, die rechtliche Struktur muss stimmen, und man muss Leute dazu bringen, sich zu bewegen."

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