Der deutsche Autohersteller Daimler AG hat im Rahmen eines Blockchain-Pilotprojekts eine Unternehmensanleihe im Wert von 100 Mio. € begeben.

Der Automobilhersteller hat heute den abgeschlossenen Test angekündigt und gemeinsam mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Deutschlands größter staatlich gestützter Wholesale-Bankengruppe, ein Testfeld für die Emission der einjährigen Schuldschein-Schuldverschreibung geschaffen.

Zum Test gehörten auch drei Sparkassen mit Sitz in Esslingen-Nürtingen, Ludwigsburg und Ostalb, die zusammen mit der LBBW Kreditgeber innerhalb des Prototypsystems simulierten.

Nach Angaben von Daimler wurde der gesamte Transaktionszyklus - von der Entstehung, Verteilung, Zuteilung und Durchführung des Kreditvertrages über die Rückzahlungsbestätigung bis hin zur Zinszahlung - digital über das Blockchain-Netzwerk automatisiert. Technische Unterstützung des Kredits waren die IT-Tochtergesellschaften von Daimler und LBBW, die auch die kryptografische Signatur der Blockchain annahmen, um Manipulationen von Transaktionen zu verhindern.

Daimler und LBBW prüfen nun weitere Anwendungen, unter anderem die Emission von syndizierten Krediten über ein verteiltes Ledger.

Der Test kommt Monate nachdem Daimler mit dem von Linux Foundation geführten Hyperledger-Blockchain-Projekt verbunden war. Wie CoinDesk im Februar berichtete, schloss sich der Autohersteller der Initiative als Teil eines breiteren Angebots an, um mögliche Anwendungen zu erkunden.

"Wir sehen Blockchain als eine vielversprechende Technologie, die noch nicht ausgereift ist, aber stetig wächst. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um daran teilzuhaben, Wissen aufzubauen und ein Netzwerk von Gleichgesinnten zu bilden", Jan Brecht Sagte Daimlers CIO damals.

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