Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele, hat in diesem Jahr seine zweite Warnung zu Bitcoin ausgesprochen.

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekräftigte Thiele seine Position, Bitcoins seien kein Zahlungsmittel, sondern ein hochspekulatives Finanzinstrument.

Er wies in den letzten Wochen auf einige hochkarätige Bitcoin-Überfälle hin, um seine Aussagen zu untermauern, berichtet das deutsche Finanzmagazin Handelsblatt .

Thiele sprach auch von Volatilität, was vielleicht nicht verwunderlich ist, da der Preis für Bitcoin seit seiner ursprünglichen Erklärung Anfang Januar fast um die Hälfte gesunken ist.

Er sagte weiter, dass solche Volatilität die scheinbar billigeren Online-Zahlungen der Bitcoin-Bezahlprozessoren untergraben kann:

"Bitcoin-Nutzer gehen oft davon aus, dass Internet-Zahlungen mit Bitcoin billiger sind als internationale Banküberweisungen oder mit Kreditkarte bezahlen Allerdings schwankt der Preis von Bitcoins unter anderem stark, und die Verluste können schnell erheblich höher werden als die Transfer- oder Kreditkartengebühren. "

Aufruf zur Regulierung

Thiele wies darauf hin, dass digitale Währungen relativ sind jüngsten Phänomen und dass es keinen rechtlichen Rahmen gibt, der mit ihnen umgehen kann. Er fügte hinzu, dass der Vorstand der Bundesbank eine angemessene Art des internationalen Umgangs mit ihnen wünsche.

Solche Regelungen, die es gibt, sind nicht harmonisiert, sagte er, und verschiedene Staaten haben unterschiedliche Gesetze oder unterschiedliche Arten, sie auf digitale Währungen zu interpretieren und anzuwenden.

Thiele fügte hinzu, dass die Diskussion über digitale Währungen unter den Aufsichtsbehörden der EU noch in einem frühen Stadium stehe und dass die Europäische Bankenaufsichtsbehörde eine Arbeitsgruppe gebildet habe, die sich mit digitalen Währungen befassen solle.

Vorherige Warnungen

Die heutige Warnung ist nicht Thieles erste. Bereits im Januar hatte Thiele dem Handelsblatt gesagt, dass Bitcoins eine sehr spekulative Investition seien und wies darauf hin, dass die europäischen Regulierungsbehörden keine konkreten Schritte zur Regulierung digitaler Währungen unternommen hätten.

Thiele sagte, der Preis digitaler Währungen werde nicht von Fundamentaldaten getrieben - ein Faktor, der Volatilität erzeugt. Er warnte auch davor, dass Investoren künftig nicht in der Lage sein werden, ihre Bitcoins zu tauschen, und dass die Bundesbank diese Risiken "nachdrücklich" gewarnt habe.

Zuvor hatte Bundesbankpräsident Jens Weidmann im Dezember 2013 gesagt, Bitcoin sei keine Alternative zu nationalen Währungen und der treibende Faktor hinter der Bitcoin-Nachfrage sei eine rein spekulative Hoffnung auf hohe Ausschüttungen für Investoren.

Während die EU wenig getan hat, um digitale Währungen anzugehen, sind die Regulierungsbehörden in einigen Teilen der Welt ein wenig proaktiver.

Der Staat New York steht an vorderster Front des Regulierungsschubs. Letzte Woche hat der Staat begonnen, Anträge für den digitalen Währungsumtausch anzunehmen, der unter den neuen staatlichen Gesetzen geregelt wird, die voraussichtlich bis Ende des zweiten Quartals 2014 in Kraft treten werden.