Der verteilte Bitcoin-Marktplatz OpenBazaar hat eine langfristige Roadmap veröffentlicht, um weltweit führend im zensurresistenten Handel zu werden.

Seit dem Start hat OpenBazaar eine Vielzahl von Verkäufern registriert, die Waren verkaufen, darunter Karamellwaffeln, Chilischoten und Hanfsamen. Das Projekt entstand aus einem früheren Versuch namens DarkMarket, der einen Marktplatz aufbauen wollte, der aufgrund seiner verteilten Natur nicht vollständig heruntergefahren werden konnte.

Nun wird das Team hinter OpenBazaar laut der neuen Roadmap voraussichtlich in den kommenden Monaten ein expansives Wachstum anstreben.

Zu ​​den Plänen gehören die Bereitstellung von privaten Einträgen, Stellenausschreibungen, ein integriertes soziales Netzwerk sowie Integrationen mit dem IPFS (InterPlanetary File System) und dem anonymisierenden Tor-Netzwerk. Das Team plant außerdem die Veröffentlichung einer mobilen App.

Die Roadmap erklärt:

"OpenBazaar war und ist ein Mammutprojekt mit dem ehrgeizigen Ziel, das Rückgrat des globalen Handels zu werden. Jeder Marathon beginnt mit dem ersten Schritt."

Offiziell im April dieses Jahres gestartet , fand der verteilte Marktplatz schnell Unterstützer, wobei Entwickler zu der Zeit angaben, dass die Software 25.000 Mal am ersten Geschäftstag heruntergeladen worden war.

Zu ​​der Zeit, als die App und ihre Muttergesellschaft OB1 die Blockchain Awards Anfang dieses Monats auf der Blockchain-Konferenz "ConSensk 2016" von ConDesk erobert hatten, wurde sie mehr als 110.000 Mal heruntergeladen.

Funktion, Inhaltspläne voraus

Die unmittelbaren Ziele, gemäß der Roadmap, konzentrieren sich auf die Verbesserung der Kundenerfahrung der App sowie auf das Einbinden anderer Arten von käuflichen Inhalten.

In den nächsten drei Monaten werden "fortgeschrittene digitale Güter" einschließlich Musik hinzugefügt. Darüber hinaus plant OpenBazaar, Unterstützung für die Registrierung einer Blockchain-ID in der Anwendung hinzuzufügen.

Weitere für die kommenden drei Monate geplante Funktionen umfassen E-Mail-Benachrichtigungen, Webhooks, Cloud-Storage-Backups, erweiterte Bestell- und Bestandsverwaltung, eine intuitivere Benutzeroberfläche und ein verbessertes Verkaufskontrollzentrum.

Im ersten Jahr haben die Open-Source-Entwickler von OpenBazaar mehrere "Big-Ticket-Items" geplant, die sich selbst als potenzielle Nachrichtenmacher herausstellen.

Die Teilnehmer planen, das InterPlanetary File System als "Erweiterung" des bestehenden Netzwerks zu erstellen. Die IPFS-Integration ermöglicht eine ähnliche Funktionalität wie BitTorrent und ermöglicht es den Besuchern, einen Store herunterzuladen und ihre Daten für andere Benutzer bereitzustellen.

Mögliche Vorteile sind erhöhter Zensurwiderstand und dauerhafterer Inhalt, selbst wenn der Anbieter die Anwendung schließt.

"Dies bedeutet, je mehr Personen Ihren Laden besuchen, desto mehr werden Ihre Daten im gesamten Netzwerk repliziert", heißt es in der Mitteilung.

Unterstützung für Tor, mobile

Um den OpenBazaar-Käufern mehr Privatsphäre zu bieten, planen die Mitwirkenden auch die Integration in das Tor-Netzwerk, das das anonyme Online-Browsing durch Routing von Daten über ein Computernetz weltweit ermöglicht.

Während Details des Prozesses vage sind, ist der wahrscheinlichste Weg zur frühen Integration die Schaffung von "onion only" -Knoten, die als versteckte Dienste dienen, die exklusiv für andere Tor-Knoten verfügbar sind, so die Entwickler.

Obwohl die Roadmap anerkennt, dass die Lösung nicht ideal ist, da dies zu einem getrennten Tor-Netzwerk führt, muss noch eine Zeittabelle für eine "Dual-Stack" -Konfiguration angeboten werden.

Eine der komplizierteren Funktionen, die OpenBazaar im Laufe des nächsten Jahres einführen wird, ist eine mobile Anwendung, die mit Messaging-Bots von Drittanbietern integriert ist, darunter Slack, WeChat, Telegram, Facebook Messenger, Kik und andere, um Nachrichten von " entfernte "Knoten.

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine reine Client-Anwendung zu entwickeln, mit der Benutzer ihren Knoten vollständig und sicher verwalten können", erklärt der Beitrag.

Auf lange Sicht will das OpenBazaar-Team das bestehende Reputationssystem verbessern, dem Marktplatz-Einkaufswagen mehr Funktionalität hinzufügen und ein Plug-in-System erstellen, das die Entwicklung von Drittanbietern auf der Basisinfrastruktur ermöglicht .

Das Team wies auch auf Pläne hin, ein internes Vertragssystem zu entwickeln.

"Die Vertragsflexibilität ermöglicht eine Erweiterung von OpenBazaar, um jede Art komplexer Transaktionen zu ermöglichen", heißt es in der Mitteilung.

Bild über OpenBazaar