Eine Gruppe deutscher Banken, die mit dem R3-Blockchain-Konsortium zusammenarbeiten, hat erfolgreich den Verkauf eines Wertpapiers im Wert von 100 000 EUR auf einer verteilten Ledger-Plattform repliziert.

Gestern ankündigten die Commerzbank, die KfW Banken und die MEAG an einer Erweiterung der Corda-Plattform von R3. Nach Aussage der beteiligten Unternehmen soll die Studie zeigen, wie ein Geldmarktinstrument, das mit Distributed Ledger Technology (DLT) gehandelt wird, mit weniger Intermediären und in kürzerer Zeit stattfinden kann.

Basierend auf einem Add-On für die Corda-Plattform von R3, die im vergangenen Jahr erstmals vorgestellt wurde, soll die Technologie den Handel durch Echtzeit-Visualisierung transparent gemacht haben. Die kombinierten Effekte, die Freisetzungszustände, lieferten ein Beispiel für die Effizienzgewinne, die Wertpapiermarktteilnehmer aus dem Einsatz von DLT ziehen könnten.

"Eine Valuta am selben Tag kann das Abwicklungsrisiko reduzieren und damit Kapital entlasten. Da Geldmarktinstrumente in der Regel in hohen Volumina gehandelt werden, ist mit einer deutlichen Senkung der Kapital- und Liquiditätskosten zu rechnen", so die Unternehmen .

In den Stellungnahmen versuchten die Teilnehmer, den Wert der "Echtzeit" der Transaktion hervorzuheben und gleichzeitig Einblick in die Veränderung des Geschäftsbetriebs durch DLT zu geben.

"Dieses Projekt hat es uns ermöglicht, die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf Front- und Backoffice-Prozesse sowie regulatorische Aspekte aus der Sicht eines Anlegers zu analysieren", sagte Frank Wellhöfer, Managing Director der MEAG.

Für die Zukunft erklärten die beteiligten Banken, dass sie versuchen würden, die "Marktreife" der Plattform zu testen. Mögliche nächste Schritte wären die Entwicklung von Berichtsschnittstellen, über die Informationen mit den Aufsichtsbehörden ausgetauscht werden könnten.

Somit ist die Studie die neueste, bei der große Banken R3-Software testen. Wie All4bitcoin berichtet, wird für 2017 die erste "Serienversion" der Plattform erwartet.

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