Statt "Verbindung mit Twitter" zu wählen, wenn Sie sich auf Ihrer bevorzugten Website anmelden, können Sie sich eines Tages einloggen, indem Sie stattdessen "Mit Bitcoin verbinden" wählen.

BitID ist ein dezentralisiertes Authentifizierungsprotokoll, das Bitcoin-Wallets als eine Form der Identifikation und QR-Codes für Service- oder Plattformzugriffspunkte nutzt. Er ermöglicht Benutzern den Zugriff auf ein Online-Konto, indem er sich selbst mit seiner Brieftaschenadresse überprüft und ein mobiles Gerät als Authentifikator für den privaten Schlüssel verwendet.

Das Protokoll wurde von Eric Larchevêque entwickelt, einem der Mitbegründer von La Maison du Bitcoin, einem Bitcoin-Gemeindezentrum in Paris.

Larchevêque sagte CoinDesk, dass die größte Stärke des Konzepts darin bestehe, dass fast alle Bitcoin-Nutzer einen persönlichen Geldbeutel haben:

"In allen Bitcoin-Diensten und -Websites hat jeder bereits eine Brieftasche und alle kümmern sich schon darum Sicherung ihres privaten Schlüssels. In der Tat ist es für den Benutzer keine Anstrengung, sich nur authentifizieren zu können. "

BitID basiert auf der Blockchain als Informationsspeicher und könnte auf einer Vielzahl von Plattformen, einschließlich E-Commerce-Sites und Smart Appliances, eingesetzt werden.

Zugriff auf kryptografische Sites

Derzeit ist für die meisten Websites die Erstellung eines privaten Accounts mit einem Benutzernamen und einem Passwort erforderlich. In den letzten ein oder zwei Jahren haben mehr Websites begonnen, die Nutzung eines Social-Media-Accounts wie Facebook oder Twitter zu erlauben.

Letztendlich erfordert der Zugriff auf eine Website die Offenlegung von mindestens einigen persönlichen Informationen.

Mit BitID ist die einzige Information, die ein Benutzer einer Webite geben muss, seine Brieftaschenadresse. Nach dem Scannen eines QR-Codes auf der Website mit dem mobilen Gerät des Nutzers oder dem erstmaligen Klicken auf den QR-Code auf dem mobilen Gerät erstellt der Server einen neuen privaten Schlüssel für diese Brieftasche.

BitID könnte auch als dezentraler Zwei-Faktor-Authentifizierungsprozess eingesetzt werden, genauso wie Google Authenticator. Zusätzlich zu einem Benutzernamen und einem Passwort kann eine BitID-integrierte Website auch einen QR-Code-Scan erfordern, um die Identität des Benutzers zu bestätigen.

Software- und Hardware-Anwendungen

Das BitID-Konzept könnte auch in einer vereinfachten E-Commerce-Umgebung verwendet werden, die es überflüssig macht, bei Online-Bestellungen Kreditkarten- oder Bankkontoinformationen anzugeben.

Unter Verwendung des BitID-Protokolls würde eine E-Commerce-Site einen Identitätsnachweis an der Kasse erfordern. Wenn der Benutzer den QR-Code mit seinem Authentifizierungsgerät scannt, würde er sowohl seine Identität feststellen als auch die Transaktion autorisieren.

Laut Larchevêque würde BitID die Effizienz der Online-Bestellung verbessern, da es Schritte im E-Commerce-Prozess entfernt:

"Sie müssen kein Konto erstellen, also weniger Klicks und mehr Conversions.Und am Ende ist es mehr Geld für die E-Commerce-Website. "

BitID ist auch auf das Konzept von intelligenten Geräten anwendbar. Larchevêque erzählte CoinDesk, dass der Ursprung des Projekts mit einem "Bitcoin-Locker" begann, das eine Bitcoin-Wallet-Adresse verwendet, um den Besitz einer integrierten Lockbox zu authentifizieren. Sobald der Besitzer den QR-Code gescannt hat, erkennt die Lockbox den Besitzer und erlaubt die Eingabe.

Er sagte, dass die Idee für Home Security und Hotelleistungen verwendet werden könnte, wobei letzteres ein Hotel darstellt, das Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert und Wallet-Adressen verwendet, um den Zugang zu Hotelzimmern zu authentifizieren und die Rechnung am Eingang zu bezahlen.

Es gibt jedoch einen gewissen Spielraum für Probleme und möglichen Betrug mit BitID, falls das Gerät eines Benutzers gehackt oder gestohlen wird. Dies ist ein Problem, mit dem sich aktuelle digitale Authentifizierungsprozesse insgesamt konfrontiert sehen, und stellt eine zukünftige Herausforderung für Sicherheitssoftwareentwickler dar.

QR-Codebild über Shutterstock